Die Studie „Digitales Risikomanagement in den Lebensbereichen Gesundheit, Mobilität und Wohnen“ ist als Forschungsprojekt von Prof. Dr. Florian Elert an der Hamburg School of Business Administration entstanden. Neben dem Verein zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Hamburg e.V. und dem Finanzplatz Hamburg ist die Funk Stiftung Förderer des Projekts.

Die voranschreitende Digitalisierung ist ein Thema, dass auch die Versicherungswirtschaft zunehmend beeinflusst. Die Geschäftsmodelle der Unternehmen müssen sich an diese Entwicklung anpassen. Es sollten nicht nur bestehende Prozesse optimiert, sondern auch neue Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement angeboten werden. So können die Eintrittswahrscheinlichkeit für Schäden und Folgeschäden reduziert, sowie das Schadenausmaß durch Schadenmanagementmaßnahmen in Echtzeit eingegrenzt werden.

Diese Art von Präventionsdienstleistung erfordert eine kontinuierliche Bereitstellung von Kundendaten aus deren Alltag. Diese können darüber hinaus zur effizienteren Einsetzung von Ressourcen wie Zeit und Geld genutzt werden. Der Zugang zu den persönlichen Daten aus dem Alltag, der für das Angebot von digitalen Dienstleistungen erforderlich ist, erlaubt es auch, Risiken noch genauer einschätzen zu können.

Da der Forschungsstand bis dato Lücken aufwies, beschäftigt sich die Studie mit drei zentralen Fragen: Was charakterisiert digitale Dienstleistungen, die aus Sicht der Generation Y großen Nutzen stiften? Wer werden die wettbewerbsfähigen Anbieter sein? Kommt es zu einer Auflösung des Solidaritätsgedanken im Versicherungskontext?

Fokus der Studie ist die Generation Y, da diese Gruppe einen signifikanten Anteil am Neugeschäftspotenzial für die Versicherungswirtschaft darstellt. Die Generation Y ist aus eigener Sicht allerdings mit der aktiven Freigabe von persönlichen Daten aus dem Alltag sehr zurückhaltend. Für Hilfe in Gefahrensituationen würde die Generation Y am wahrscheinlichsten persönliche Daten Dritten bereitstellen. Gesetzliche Krankenkassen und private Versicherungsunternehmen genießen bei der Generation Y großes Vertrauen. Ihnen würden sie laut der Studie am ehesten private Daten zur Verfügung stellen.

Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass ein signifikanter Teil der Befragten grundsätzlich offen für verhaltensbasierte Versicherungstarife ist, wenn diese einen Vorteil für sie bringen. Bei den Befragten der Generation Y herrscht große Zustimmung, dass selbstverschuldete Risikoerhöhungen etwa durch Rauchen, Übergewicht oder zu wenig Bewegung auch mit höheren Versicherungsprämien einhergehen sollen. Unverschuldete hohe Versicherungskosten beispielsweise durch erbliche Krankheiten werden dagegen von der großen Mehrheit akzeptiert, jedoch auch nicht von allen. Der Solidaritätsgedanke ist allerdings nicht bei allen Befragten sehr stark ausgeprägt. In Zukunft könnte daher das Angebot von verhaltensbasierten Versicherungstarifen zunehmen.

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