Reportreihe zu geopolitischen Risikofaktoren
Unternehmen benötigen zunehmend verlässliche Informationen über komplexe Marktrisiken und strategische Beratung, um ihre Geschäftsmodelle abzusichern. Die Funk Stiftung hat gemeinsam mit dem Projektpartner, der Agora Strategy Group, ein Projekt initiiert, das genau dort ansetzt und Unternehmen in der heutigen volatilen, von geopolitischen Entwicklungen geprägten Welt unterstützen soll.
In der Reportreihe werden die wesentlichen geopolitischen Entwicklungen insbesondere mit Hinblick auf die Konsequenzen für deutsche Unternehmen inhaltlich analysiert und eingeordnet sowie potenzielle Risiken herausgestellt. Auch im Jahr 2026 wird die erfolgreiche Kooperation fortgesetzt und die Reportreihe um zwei weitere Berichte, Veröffentlichung im Juni 2026 sowie voraussichtlich Oktober 2026, ergänzt.
Das Ziel der Berichte ist es Unternehmen und Entscheidungsträger für die entsprechenden Themen zu sensibilisieren sowie tiefgründige und trotzdem kompakte Informationen zur Verfügung zu stellen. Die abschließenden Handlungsempfehlungen sollen helfen, fundierte Entscheidungen treffen zu können und dadurch den eigenen Geschäftserfolg abzusichern und zu optimieren.
Am 16. Juni 2026 wurde der dritte Bericht der Reihe veröffentlicht. Unter dem Titel „Logistik und Hafenwirtschaft im geopolitischen Kreuzfeuer“ werden die sicherheits- und geopolitischen Entwicklungen beleuchtet und ein konkretes Bedrohungsbild für Häfen und Lieferketten abgeleitet. Zu den erkannten Risiken zählen physische Angriffe auf Häfen und Schiffe, Blockaden strategischer Seewege und die wirtschaftlichen Abhängigkeiten, die technologischen Entwicklungen bei Drohnen und Marschflugkörpern sowie die mögliche Mischung aus physischen, hybriden und digitalen Angriffen. Es wird deutlich, dass eine resiliente Seewirtschaft eine integrierte Betrachtung physischer, geopolitischer, digitaler und personeller Risiken erfordert.
Um die Relevanz des Themas zu verdeutlichen, werden im Bericht aktuelle Geschehnisse und deren Auswirkungen auf Unternehmen und die deutsche Wirtschaft aufgegriffen und erläutert. In einem kurzen „So What“ wird dahinzukommend auf die strategischen Implikationen für Unternehmen eingegangen und in einer kompakten Übersicht klar verdeutlicht. Zwei Interviews mit Unternehmensvertretern bieten den Leserinnen und Lesern direkte Einblicke in praktische Erfahrungen und Erkenntnisse. Die abschließenden Handlungsempfehlungen bieten Unternehmen eine Hilfestellung, um das eigene Unternehmen auf geopolitische Geschehnisse vorzubereiten und Strategien zur Absicherung des eigenen Geschäftserfolgs zu entwickeln.
Der Bericht umfasst ca. 18 Seiten und ist auch in Englischer Sprache hier verfügbar.
Der zweite Bericht wurde am 26. November 2025 veröffentlicht. Dieser behandelt das Thema Europäische Energiesicherheit und wie sich globale Machtverschiebungen auf diese auswirken.
Unter dem Titel: „Energie als Machtfaktor: Wie Geopolitik über Europas Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit entscheidet“ wird beleuchtet und analysiert, wie stabil Europas Energiesicherheit angesichts hybrider Bedrohungen ist. Auch wenn sich Europa vom russischen Gashahn weitgehend unabhängig gemacht hat, bleibt seine Versorgung volatil gegenüber geopolitischen Schocks. Eine immer verwundbarere digitale Infrastruktur sowie die chinesische Dominanz bei erneuerbaren Energien und kritischen Rohstoffen schaffen neue Abhängigkeiten und strategische Herausforderungen.
Im Bericht werden unter anderem diese relevanten Fragen diskutiert:
- Wie erfolgreich kann Europa ihre Energieabhängigkeiten diversifizieren?
- Wie kann Europa Clean Tech-Industrien stärken und zugleich digitale wie physische Infrastrukturen gegen hybride Bedrohungen schützen?
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Unternehmenserfolg trotz der zunehmenden Bedrohungen abzusichern?
Dies sind nur einige der, im Report aufgegriffenen Themen, die im Bezug auf die Energiesicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit von europäischen Unternehmen von den Verantwortlichen im Blick behalten werden sollten.
Der erste Bericht, veröffentlicht Anfang Juli 2025, behandelt das technische Wettrüsten zwischen den beiden Supermächten USA und China.
Unter dem Titel: „Das Tech-Wettrüsten zwischen China und den USA: Wie kann Europas Antwort im digitalen Systemwettbewerb aussehen?“ wird technologische Dominanz als entscheidender geopolitischer Machtfaktor analysiert. Es soll aufgezeigt werden mit welchen Modellen die beiden Supermächte versuchen ihre Vormachtstellung zu untermauern. Die USA mit dem Fokus auf privatwirtschaftlicher Dynamik und Deregulierung, China mit staatlich gelenkter Innovation kombiniert mit intensivem Marktdruck.
Die wichtige, im Report aufgegriffene Frage ist, wie Unternehmen diesen Wettbewerb für sich nutzen und gestärkt daraus hervorgehen können. Außerdem wird analysiert, ob Europa es schaffen kann sich durch eine Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und wertebasierter Regulierung als dritter Pol zu positionieren.
