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Biografie von Jacob Gade
Diese Musik kennt (fast) jeder: ein leidenschaftlicher, mitreißender Tango – der Tango Jalousie ( Eifersuchtstango’). Doch so gut wie niemand kennt den Namen des Menschen, ʽ der sie geschaffen hat. Und wer davon erfährt, dürfte überrascht sein; denn der Schöpfer des weltberühmten Stückes war weder Südamerikaner noch Franzose. Er war tatsächlich Däne. Die Rede ist vom Komponisten und Geigenvirtuosen Jacob Gade (1879–1963).
Gades Lebensgeschichte wäre einer Verfilmung würdig. Vom armen Jungen aus der kleinen dänischen Stadt Vejle bis hin zum Millionär, der eine (nach ihm benannte) Stiftung ins Leben rief, um junge dänische Musiker zu fördern. Doch hinter dieser fast hollywoodreifen Erfolgsgeschichte steckt mehr als „nur“ eine geglückte Karriere. Gades Leben war geprägt von Zielstrebigkeit und dem unbedingten Willen, einen eigenen Weg zu gehen. „Ich werde einmal erfolgreich sein“, sagte er sich, als er als 15-jähriger Junge, nur mit seiner Geige im Gepäck, völlig auf sich allein gestellt in Kopenhagen ankam und die Nächte auf der Straße bzw. in Hauseingängen verbrachte. „Ich werde einmal erfolgreich sein“, war sein Gedanke, als er ein Engagement nach dem anderen in den Salonorchestern der Kopenhagener Restaurants und Hotels annahm. „Ich werde erfolgreich sein, ich werde Geld verdienen“, nahm er sich weiter vor, als er schließlich nach New York aufbrach, um dort in Kinoorchestern zu spielen. Und so sollte es kommen. Bereits 1925, kurz nach seiner Rückkehr in die Heimat, flossen die Erfahrungen, die er auf seinem bisherigen Lebensweg gesammelt hatte, in jenen Tango Jalousie ein, der ihn bald weltberühmt machen sollte.
Auch nach diesem Durchbruch hat sich in Gades Leben noch viel ereignet. Näheres dazu lässt sich gut in einem vom dänischen Musiker und Schriftsteller Toke Lund Christiansen verfassten Buch nachlesen, das (in der deutschen Übersetzung von Arnt Cobbers) unter dem Titel Ein Tango für die Ewigkeit. Der Komponist Jacob Gade am 24.06.2026 im Jaron Verlag erschienen ist. Angereichert mit zahlreichen authentischen Äußerungen des Komponisten, die unauffällig in den Text eingewoben sind, liest sich das Buch beinahe schon wie eine Autobiografie. Die Vita dieses sozialen Aufsteigers, dieses Selfmade-Man’, dürfte ʽ dabei insbesondere für Leserinnen und Leser interessant sein, die den Menschen hinter der weltberühmten Tango-Musik (der im Übrigen ein reichhaltiges kompositorisches Oeuvre hinterlassen hat) kennenlernen und zugleich diverse zeitgeschichtliche Details erfahren möchten.
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