Das von der Funk Stiftung geförderte Projekt „Unternehmensweites Risikomanagement in österreichischen Unternehmen – Eine ERM-Reifegrad-Analyse (ERMMA)“ wurde im Zeitraum von März 2016 bis Juli 2017 durchgeführt. Im Projekt werden die Reifegrade (Maturity Level) von österreichischen Unternehmen gemessen und sodann statistisch ausgewertet. Ziel der Studie ist eine Bestandsaufnahme des in österreichischen Unternehmen implementierten Risikomanagements.

Die Studie gibt einen guten Einblick in die Unternehmen, welche per Gesetz ein Risikomanagement haben müssen. Insgesamt haben hieran 71 Unternehmen teilgenommen. Diese weisen folgende Charakteristika auf:

  • 91,55 % sind Kapitalgesellschaften: GmbH: ca. 3/4 und AG: ca. 1/4
  • 85,92 % unterliegen einer Wirtschaftsprüfung
  • 59,15 % sind inhabergeführt
  • 21,13 % haben einen Umsatz größer als EUR 1 Mrd.

Die an der Studie teilnehmenden Unternehmen erhalten am Ende der Untersuchung als Feedback Informationen hinsichtlich ihres ERM-Reifegrades und ihrer relativen Positionierung innerhalb aller an der Studie teilnehmenden Unternehmen sowie konkrete Vorschläge zur Verbesserung ihres Reifegrades. Aus wissenschaftlicher Sicht liefert die Studie fundierte Einblicke zum aktuellen Stand des unternehmensweiten Risikomanagement von österreichischen Unternehmen. Durch die Messung der Reifegrade im Zeitablauf werden darüber hinaus auch deren zeitliche Entwicklungen mess- und analysierbar.

Hierfür wurde anhand der projektinternen Studie das nachstehende ERMMA-Klassifikationsschema entwickelt. In einem ersten Schritt füllen die teilnehmenden Unternehmen einen aus der Studie hervorgegangenen ERMMA-Online-Fragebogen aus. Anschließend wird das ERMMA-Profil des Unternehmens anhand des 5-stufigen ERMMA-Klassifikations-Schemas in den drei Dimensionen, u.z. ERM-Governance, Risikomanagement-System und Risiko-(basierte) Planungs- und Steuerungssysteme gemessen und der sich durch gleichgewichtete Aggregationen berechnete ERMMA-Score ermittelt, durch welchen die Unternehmen miteinander verglichen werden können.

(Abbildung 1: ERMMA-Klassifikationsschema – Konzeptionelles Modell. Zum Vergrößern Tabelle anklicken.)

Die ERMMA-Studie 2017 wurde am Institut für Managementwissenschaften der Technischen Universität Wien im Rahmen des von der Funk Stiftung geförderten Projekts ERM-Reifegrad-Analyse in österreichischen Unternehmen durchgeführt unter Mitwirkung von Creditreform, Ernst & Young (EY) und dem Institut für Interne Revision (IIR).

Statement des Instituts für Interne Revision zur Studie:
Eine der Kernaufgaben der Internen Revision ist es, zur Verbesserung der Risikomanagementprozesse im Unternehmen beizutragen. Das Institut für Interne Revision, als Interessensvertretung der Internen Revisorinnen und Revisoren in Österreich, begrüßt daher, dass die Reifegradanalyse den positiven Einfluss einer Internen Revision auf die Qualität des Risikomanagements deutlich aufzeigt. DI Thomas Schwalb | Geschäftsführer, CEO | IIA Austria – Institut für Interne Revision Österreich

Statement Ernst & Young Management Consulting GmbH zur Studie:
„Für uns ist diese Studie zur Qualität des Risikomanagements österreichischer Unternehmen von großer Relevanz. Obwohl Risikomanagementsysteme immer größere Bedeutung bekommen und viele Unternehmen und Organisationen aktuell deutlich aufrüsten, gab es bis dato erst wenige Forschungsergebnisse zu diesem Thema in Österreich. Die Reifegrad-Analyse der TU Wien ist ein sehr wertvoller Beitrag, die Bedeutung von Risikomanagementsystemen als zentrales Steuerungsinstrument transparent zu machen. Darüber hinaus zeigt sie Weiterentwicklungsmöglichkeiten auf. Wir können aus unserer Prüfungs- und Beratungserfahrung bestätigen, wie wichtig die laufende Optimierung des Risikomanagementsystems ist.“ Mag. Markus Hoelzl | Managing Director | Advisory Services | Ernst & Young Management Consulting GmbH

Statement Österreichischer Verband CREDITREFORM (ÖVC) zur Studie:
Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag, die Bedeutung des Risikomanagements im Bewusstsein der Unternehmen und in deren täglichen Geschäft zu verankern. In volatilen Zeiten gehört die Abschätzung und bestmögliche Absicherung der Risiken zum Einmaleins des „ordentlichen Kaufmannes“. Rainer Kubicki als Geschäftsführenden Gesellschafter von Creditreform

Die vorliegende Studie basiert auf dem Stichtag 31.07.17, weshalb sie als Version 1707 bezeichnet wird. In den folgenden Jahren ist geplant, die Studie jährlich zum Stichtag 30.09. neu zu erstellen und die Ergebnisse zu präsentieren.

Die Veröffentlichung dieser einzigartigen Studie hat anlässlich der Pressekonferenz am 15.11.2017 in Wien mit unseren Partnern gemeinsam stattgefunden. Ein Indiz, wie einzigartig diese Studie ist verrät die sofortige Veröffentlichung eines Konferenzteilnehmers. Die an die Pressevertreter herausgegebene Pressemitteilung finden Sie hier.

 

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