Die junge Pianistin, die aus der Ukraine stammt, wurde bei zwanzig internationalen Klavierwettbewerben mit einem ersten oder zweiten Preis ausgezeichnet, z. B. 2002 beim Alicia de Larrocha-Wettbewerb Andorra, 2004 beim Int. Russian Music Piano Competition im kalifornischen San José, 2005 beim Int. Rubinstein Piano Competition in Dresden sowie 2008 beim James Mottram Int. Piano Competition in Manchester und 2013 beim Int. Piano Competition „Spanish Composers“ in Madrid. Kateryna Titova begann mit fünf Jahren, Klavier zu spielen. Sie besuchte in der Ukraine die Kharkov Special Music School, bevor sie ihr Studium an der Tschaikowsky Central Music School in Moskau aufnahm. Ab 2001 setzte sie es in Deutschland fort, zuerst an der Musikhochschule Münster bei Prof. Michael Keller, dann bei Prof. Arkadi Zenzipér an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Am Royal Northern College of Music in Manchester hat sie bei Norma Fisher das International Artist Diploma erworben und an der Imola Piano Academy in Italien bei Prof. Boris Petrushansky studiert. Großen Einfluss auf ihre künstlerische Ausbildung hatte Igor Blagodatov, ein Schüler Jacob Milsteins und einer der führenden Pianisten in der Tradition der russischen Klavierschule. Als Solistin und Kammermusikerin trat Kateryna Titova in ganz Europa, Russland, der Ukraine und in den USA auf. Beim Label GENUIN hat sie eine Kammermusik- CD mit dem Oboisten Ramon Ortega Quéro eingespielt. Kateryna Titova war Stipendiatin der Vladimir Spivakov Stiftung Moskau, der Oskar und Vera Ritter Stiftung, der Lutz-E. Adolf Stiftung und der GWK, deren Förderpreis sie 2002 erhielt, sie wurde zudem von Rotary International gefördert und 2016/17 von der Funk Stiftung unterstützt.

Ihre neuste CD-Aufnahme mit Unterstützung durch die Funk Stiftung ist dem Thema Fantasie gewidmet: „Mein Anliegen, klassische Musik einer breiten, musikalisch nicht unbedingt vorgebildeten, aber auch nicht anspruchslosen Hörerschaft näherzubringen, bestimmt die Werkauswahl für diese CD. Ich glaube, dass die improvisatorische, aus dem freien Fantasieren am Instrument hervorgegangene Musik besonders gut zugänglich ist und dass sie das Interesse für komplexere musikalische Zusammenhänge wecken oder vergrößern kann. Auch wenn die hier von mir ausgewählten Sonaten aus dem Fantasieren hervorgegangen sind und das auch im Titel führen – Beethoven und Vorˇišek haben jeweils eine „Sonata quasi una fantasia“, Skrjabin eine „Sonate-Fantaisie“ und Mendelssohn eine „Fantasie“ geschrieben –, sind die Werke musikalisch vielschichtig, trotz ihrer Popularität und Eingängigkeit.“

 

Die CD von Frau Titova erregte bereits beim Kulturradio Begeisterung – Lesen Sie hier die Rezension!